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Archiv für April 2008

Stolz

Verfasst von tarikbary am April 17, 2008

tarik bary ©

Stolz

 

In jenen Tagen

Baute ich mir

Eine Pyramide

Aus Schokolade

Und Erdnuss

Und grub davor

Mit dem Finger

Einen Fluss

Und druckte

Mit den Lippen drauf

Einen Kuss

* * *

Mit dem Sonnenuntergang

Schmolz die Schokolade hinein

In den Fluss

Eine Maus fraß

Die Erdnuss

* * *

Von jenen Tagen

Habe ich noch

Einen vagen Stolz

Und

Einen Kuss

               

 

 

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worte

Verfasst von tarikbary am April 16, 2008

tarik bary©

Mai 2001

 

 

 

 

worte                                         

 

es kommen tage, in denen sich die menschen an die worte erinnern

und

es kommen tage, in denen sich die worte an die menschen erinnern

 

 

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Damals

Verfasst von tarikbary am April 16, 2008

tarik bary©

Mai 2001

 

Damals

1

 

Damals stand sie

Und blickte aus dem Fenster

In die Ferne

Und sagte

Ein Wort

Das niemand hörte

Ich auch nicht

Ich habe es nicht gehört

 

2

 

Damals nahm sie eine Kerze

Von 1001 Kerzen

Die am Fenster standen

Sie zündete sie an

Mitten in der Nacht

Und deutete mit dem Zeigefinger

In die Ferne

Auf etwas hin

Das niemand sah

Ich auch nicht

Ich habe es nicht gesehen

 

3

 

Damals standen wir

In einer Reihe

Sie stand vor uns

Allein

Vor einer Reihe

Von Soldaten und Generalen

Ein General sprach nicht

Er gab nur ein Zeichen

Auf die Tauben und Blinden

Loszuschießen

 

4

 

Wir starben alle

Vor Überraschung

Dass wir sterben sollten

Aber

Keiner wusste

Ob sie auch mit uns starb

Keiner

Ich auch nicht

Ich habe es nicht gewusst

Damals

 

 

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قرار على العشاء Entscheidung am Abendessen

Verfasst von tarikbary am April 14, 2008

قرار على العشاء

 

طارق عبد الباري©

 

 

نظر إلى عقارب الساعة التي تتحرك في هذا التوقيت بالذات، حركاتها الميكانيكية الرتيبة التي لا تتردد ولا تتراجع ولا تشعر بمعاناة البشر تدور في إصرار. تبدو عليه الحيرة والارتباك. نظرت له نظرتها المعتادة المليئة بالثقة فيه وقالت كلمة لم يسمعها جيداً، كلمة تفيض حباً.  كانت هذه النظرة هى قوته ورأسماله وكنزه الوحيد في كل صراعاته في العمل والحياة والكد والكفاح من أجل لقمة العيش والحياة الكريمة الصعبة. كانت هي الوحيدة التي آمنت به حين كفر به كل الآخرين وسخروا منه. في صحراء حياته القاحلة كانت هي قطرة الماء والشجرة والظل. إنه واحد من أولئك الذين لم تنعم عليهم الحياة ببعض العطاء إلا بعد أن تقدم به العمر وصارت الأشياء بلا طعم تقريباً.

 

ماذا يقول لها؟ لا بد أن يتركها في هذا الوقت المتأخر ليذهب إلى فتاة أخرى، صغيرة، وجميلة، بريئة كالطفلة، تفوح جاذبية ورغبة وجنساً وسحراً كأى أنثى متفجرة الأنوثة. لا يهم كيف تعرف بهذه الصغيرة وكيف أحبها فجأة وبكل حرمان العمر ولا كيف ولا لماذا أحبته هي؟ من أجله تريد أن تترك الدنيا لتعيش معه. قالت له وكانت صادقة تماماً: أنت الذي عاش في خيالي وقلبي حتى قبل أن أقابلك. كنت أعرف أنني سأقابلك وأحبك وها أنا ذا أقابلك وأحبك ولن أتركك.

 

لا حيلة فيما لا حيلة فيه. لقد وقع عظماء التاريخ في حب نساء وفتيات تصغرهم بأكثر من ضعف أعمارهم، الحب من هذا النوع طاغ وجبار ولا يرحم أحداً. وليس شاعر الألمان العظيم جوته بدعاً من البشر وهو الذي وقع بكل عبقريته في حب فتاة لم تتخط الخامسة والعشرين من عمرها بينما كان هو في الخامسة والسبعين من عمره، ولم توافق أمها على الزواج فمرض جوته العظيم وأعياه الحب وهد كيانه، ورفضت الفتاة أن تتزوج وعاشت عمرها بدون زواج ولم تقبل أحداً ممن كانوا يتقدمون لها. كانت تقول لهم: لقد أحبني جوته.!!    

وها هي ذي حبيبته الصغيرة تقول له: حبك لي يعطي لحياتي معنى وقيمة. من بين كل الرجال.. أنت الرجل الوحيد أمامي.

 

قال له الشيخ مخلوف، مستشاره الديني في كل شيء، قبل أن يموت رحمه الله قبل أيام قليلة: حلال حلال حلال. فز بالبكر وجدد حياتك واسترد شبابك، قبل أن يأتي وقت لا تستطيع فيه أن تسترد شيئاً.

 

عقارب الساعة. العشاء على المنضدة وهو شارد لا يزال. انتبه على نظرتها التي تملؤها الثقة والحب والقلق عليه، صوتها الهاديء الحاني يقول له: „مالك. فيه حاجه شغلاك؟“

 

قال بتردد: أبداً موضوع شرعي استأمني عليه أحد أصدقائي وحلفني ما أقولش لحد عليه غير للشيخ مخلوف وانتي عارفه إنه مات من يومين ومش عارف أعمل إيه.

 

في حياتهما معاً لم تتردد هي لحظة واحدة في أى قرار. كان شعورها هو دليلها وإجابتها واحدة: اسأل ضميرك.

ولم ينتبه لكلمة  „الضمير“ ولا لصعوبة القرار المبني عليها إلا منذ أن مات الشيخ مخلوف، رحمه الله.

 

داعبته ذات يوم وهى تحتضنه بقوة وقالت له: لا أستطيع أن أتخيل الحياة بدونك، أتعرف ماذا سوف أفعل لو تزوجت غيري؟ سأقيم الدنيا وأقعدها؟

قال لها: حقاً؟ كيف؟

يومها ابتسمت في انكسار وهدوء وقالت: لاشيء، أنا أثور أثور وأنتهي إلى لا شىء.  سأمكث وحدي في البيت وأتذكر أيامنا وأتحدث إلى الجدران. وكلما تذكرتك سأشكوك إلى الله.

 

خصلة الشعر الأبيض تزداد مساحتها في شعرها وتجاعيد العمر والتعب والحياة على وجهها، يدها ترتعش قليلآً عندما تمسك طبق الطعام وتضعه أمامه وتمسح على رأسه ليهدأ، انكسار بسيط في أحد جفنيها، لعله حصيلة انكسارات العمر الكثيرة وإرهاق العيون الطيبة في ساعات الفكر الطويلة ومشاعر الحيرة والقلق حين لا يعرف الذين ليس لهم حيلة في هذه الحياة ماذا يفعلون فيها. لم تكن هكذا عندما تزوجها، كل التجاعيد على وجهها يعرفها واحدة واحدة، كل شعرة شابت في شعرها رآها يوماً بعد يوم والشيب يغزوها، حتى رعشة يدها الحانية لا زال يذكر تاريخ بدايتها. مرت بيدها على وجهه وقالت له: لا بد أن تستريح وسيساعد الله صديقك طالما أنك تعتقد أن ضميره مطمئن.

 

قام بهدوء وقبل وجنتها قبلة طويلة وضمها إلى حضنه زمناً لا يعرف مداه. ثم توجه للساعة المعلقة على الحائط وأنزلها ووضعها إلى حيث لا يراها ولا يسمعها، وأرسل رسالة قصيرة من الموبايل. ثم جلس إليها على مائدة الطعام وأمسك قطعة حلوى صغيرة ووضعها برقة في فمها فغشاها خجل وعلت وجنتيها حمرة لطيفة كأنها فتاة صغيرة في ربيع العمر وضحكت حتى أبانت عن ثغرها الفاتن. تضحك الدنيا حين تضحك، وتحلو حين تحلو. وقضيا معاً بعد هذا اليوم عمراً طويلاً جميلا.

 

 

  

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aus jedem Wort

Verfasst von tarikbary am April 11, 2008

(für M. B.)

jemand lässt die anderen fragen

gibt selber keine Antwort

denn aus jedem Wort

entsteht eine Tür

die nichts durchlässt

eine schwarze Brille

ein Gedicht

das nie spricht

was es eigentlich ist

 

                                                                     

 

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10 Gespräche über Kairo

Verfasst von tarikbary am April 8, 2008

10 Gespräche über Kairo

von: Tarik A. Bary ©

Ins Deutsche von: Mustafa Maher

—————–

Je weiter  wir werden, desto dem Nichts geweihter. Warum?

Je größer  wir werden, desto dem Schwund verschriebener. Warum?

„Was ist das, was sein könnte?

Ist es das, was ist und nicht wird?

Ist es das, was wird und nicht ist?“

*  *  *

Zu mir  sprach der Kommende, der nicht kommt:

„Du bist in Kairo

an einem tiefen  Fleck,

irgendwo

zwischen Zeit und Raum.

Du bist ein Reisender, der nicht zurück findet.

Suchst du die Gesichter etwa, um darin zu rasten?

Oder möchtest du in Gesichtsfalten nisten?

In Erinnerungen? In Sätzen? In Worten?

Verlangst du danach, aus dem Leben zu scheiden,

um Rast und Ruh zu erlangen?

Hier gibt es keine Stille,

keine Schlupfstelle.

Du bist in Kairo.“

*  *  *

Zu mir  sprach Jesus:

„Der Kairoer ist ein Sindbad

Auf endlosen Pendeleien,

Laufereien, Scherereien.

Ohne zu halten,

läuft er von der Babylon-Festung zu den Fustât-Halden,

von den Askar-Ruinen,

wo Verdiener nicht verdienen,

nach Qatâi’ mit den vermoderten Balken,

verhungerten Eulen und Falken,

nach  Al-Kahira , dem Kairo des Mu’izz,

mit  seinen Wundern und Wunden

und den acht Toren.

*

Der Kairoer ist Heiland, Scherge und Gekreuzigter.

Angenagelt wird er an die Stadttore werden.

Wenn der Tag anbricht, kerkert er sich selbst dahinter ein,

damit er die Stadtgrenze nicht überschreitet.

Und wenn die Sonne untergeht, liefert er sich aus anderen Schergen,

damit sie ihn an den Toren erhängen,

an Haken zwischen Erker, Schießscharte und Zinnen.“

*  *  *

Zu mir  sprach aus dem Volk ein Mann vom alten Schlag,

der sich schlapp gekrümmt auf die Ellbogen stützte

und das Mundstück der Wasserpfeife zwischen die Lippen steckte:

„Jeden Morgen nehme ich, Tag für Tag

am wilden Marathonlauf teil

mit Millionen, Millionen, Millionen

meinesgleichen.

Wir stürtzen alle den Herden gleich ins Unbekannte.

Wir fallen, die einen über die anderen an der Straßenkante.

Wir werden  zu Haufen,

Schlamm, Schlacken und Geröll, wenn die anderen wie Wilde laufen.

Wir werden  zertreten

Im Marathon.

*

Andere scheinen an Seilen hochzuschnellen,

die vom Himmel  vage herabfallen.

In der Luft baumeln sie hin und her,

angeblich ein Naturphänomen, nicht mehr.

Keine Schritte,

nur Tritte.

Sie verpassen einander heftige Stöße

vor lauter Treten und Zertreten

oder aus Atemnot.

Von Ruß umhüllt fallen sie um, fast tot.

Kohlrabenschwarz sind die Abgase.

Die Erschöpften in Scherben zerschellen

Granitharte Terrakotta kann in verseuchter Luft zerfallen.

*  *  *

Zu mir  sprach Schahrijâr:

„Kairo ist meine Stadt,

die Stadt aller Schahrijâre und Scheherazaden.

Unmöglich, woanders zu herrschen oder zu leben.

Kairo, die Stadt der tausendundeine Nacht

die Stadt meines Traums und des Traums der Scheherazade

Tag und Nacht,

die Stadt der Sklaven von Schloss und Wall,

die Stadt der Vernünftigen und Verrückten,

der Dschinni und des Jonas mit dem Wal,

des Weihrauchs von Priestern,

die Stadt der Geister,

der gestohlenen, unterschlagenen und erschwindelten Summen,

der nächtlichen Tänze von entblößten Frauen um Feuer und Flammen,

bis sich die Morgenröte ankündigt, so spät,

meine Kräfte sind hin.

Der Hahn endlich kräht

Ich lege zur Ruhe mich hin,

Scheherazade schweigt und gähnt.

*  *  *

Zu mir  sprach Sindbad:

„In allen Städten Ägyptens, den neuen und den alten,

halten Alle Verkleidungskostüme parat und Schleier und Masken,

um sich zu kaschieren,

die Schamteile zu kamouflieren

oder beschämende Untaten verborgen zu halten.

Du aber brauchst keine Masken wie jene Feigen,

Du könntest  dich nackt zeigen

wie Neugeborene, die gerade zur Welt kamen

wie Findlinge ohne Familiennamen,

wie käufliche Damen.

Du bist in Kairo.“

*  *  *

Zu mir  sprach der auf dem hohen Thron sitzende Wali [1]

der große Pascha Muhammad Ali [2]:

„Was Kairo ausmacht,

das sind hunderttausend unschlüssige Minarette,

an die hundert Klöster und Kartausen,

Glocken, Tempel und Kirchen,

unzählige Geschäftsleute und geschäftige Dirnen,

Paläste und Luxusvillen,

Museen voller Menschenmassen.

Das Gebet kann warten

Den Brunnen muß man warten.

Gespenster-Autos,

silberne Mordpfeile,

mit rauchfarbenen Scheiben

ohne erkennbare Menschenhände

schießen verrückt auf panische Massen,

die ganze Straßen pflastern.“

Der Wali brach in wildes Lachen aus über all das.

Sein weißer Bart wurde von Tränen nass,

sein Blick rastete in der Ferne auf irgendwas:

„Mein Zitadellenblutbad ist nicht mehr

das Größte. Das Größte ist es nicht mehr.“

*  *  *

Zu mir  sprach Al-Hussein [3]

gleich nach dem Frühmorgengebet:

„Wer lehrte in eurer Stadt die Bettel- und Stockarmen Legenden zu spinnen?

Wer mischte ihnen unter die kargen Bissen Aberglaubensoblaten?

Wer behängte sie über Fetzen und  Lumpen

mit Amuletten und Talismanen?

Wer pferchte sie hinein in die gleichen fremden Wagen,

die die Bettler und die Narren in das Niemandsland tragen?

Jene, die zwischen Himmel und Erde taumeln,

wie die von Fliegen beschissenen Seile

die an Gruften, Mausoleen und Gräbern baumeln?

Sie erhoffen einen Morgen, der nicht kommt

und fragen die Toten nach dem Weg

nach Kairo,

der  Stadt der Träume und der verschlossenen Tore.

Frag die Torhüter!

Wer Öffnet denn die Tore?

Wer hütet sie?“

*  *  *

Den letzten Torhüter fragte ich:

„Was ist in dich gefahren?

Du antwortest nicht? Du rührst dich nicht?

Bist du stumm geworden?

Hat der Henker dir vielleicht die Zunge abgehackt?

Sprich! Wer hütet die Tore?

Wer hütet die Tore? Frage ich.“

Endlich kam er mit der Sprache heraus:

„Ich bin Sklave geworden,

Eunuch im Dienst der Sultane,

gehöre zu den schmucken Uniformierten,

zu den Anhängseln hinten an den schrecklichen rabenschwarzen Wagen,

die durch die Straßen Kairos sausen,

wütend aufbrausen.

Alsdann stehen die Menschen in Reihen stramm

glotzen und lobsingen dumm damm,

Reihen rechts,

Reihen links,

den Lichtmasten gleich,

verstummt, verfinstert und bleich,

durch heulende Sirenen und zirpende Alarmsignale

und im Nacken Maschinengewehre.“

*  *  *

Eine alte Hexe fragte ich

nach dem Zauberspruch des Kairoers,

der ihm Wohlergehen, Reichtum und blinde Macht verschafft.

Sie sprach:

„Besprich ein Glas Wasser dreimal morgens

und abends dreimal:

Behüter behüte! Behüter behüte! Behüter behüte!

Hûsch, hûsch, hûsch jâ hawwâsch,

du mächtiger König der Dschinni! Jâ merdâsch!

Löse mir alle chronischen Probleme!

Die Kranken mache gesund!

Den Oberen setze Zipfelmützen auf!

Den Unteren gib Pfeifen in die Hand!

Behüter behüte! Behüter behüte! Behüter behüte!

Hûsch, hûsch, hûsch jâ hawwâsch.“

*  *  *

Du Kairo!

Stadt der Symbole, der Altertümer, der Könige, Walis, Kalifen,

Leader, Kongresse, Media, Pharaos, Araber und Kosmopoliten!

Du bist keine Stadt für Menschen.

Wer in dir nicht im Zug sitzt, liegt auf den Schienen

mit geschlossenen Augen und erwartet das Schicksal.

*  *  *

Meine Liebe! Meine Stadt bist du nicht.

Es war einmal  der Nil, es waren einmal die Pyramiden und der Sphinx!

Es war einmal Al-Azhar, Al-Hussein, Mare-Girgis,

der Baum Marias!

Selig sei du, Kairo, wie du einmal warst!

*

Gib mir meine Erinnerungen, meine Daseinsperlchen bitte zurück!

Alle Spuren der Gesichter, die ich in dir kannte, Stück für Stück

damit ich dich verlasse und quitt mit dir bin.

*

Ich arbeite mich durch die Wehen deiner Abgasewolken,

in denen alles Grüne muss welken,

du Stadt der Automobile, der Automobilisten,

des Straßenchaos, der Verkehrspolizisten,

der Uniformen,

der Wachtmeister,

der Leibwächter, Bodyguards,

Eunuchen,

Sirenen, des widerlichen Asphalts,

der Polizeireviere mit Kulissen.

*

Ich schwebe hoch wie Dampfwolken

hinweg über die schwarzen Betonblöcke,

die grauen trotzigen Zementbauten,

Millionen und Abermillionen

von unschlüssigen Glatzköpfen,

die sich verirren auf deinen krummen Stegen

und den unendlichen Labyrinthwegen.

*

Ich schwebe empor

hinweg  über Schutt und Asche.

Das waren meine Hoffnungen und Träume davor

und die aller anderen, mit und ohne Gaben,

die sich zu dir begaben,

auf der Suche nach falschem Ruhm

oder einem Bisschen Brot,

eingeweicht

in Kairos Utopie.

*

Jener, die zwischen Himmel und Erde taumeln,

wie die von Fliegen beschissenen Seile,

an Gruften, Mausoleen und Gräbern baumeln,

hoffen, dass dein Tor, das verschlossen dasteht,

plötzlich aufgeht,

damit sie in das Fleisch des Opfers heineinbeißen,

sich in seinem Blut ritual waschen

und sich daran vergehen.

Sie haben die Stelle zwischen Fettschwanz und Keule im Sinn.

Die Tränen wischen sie wie die Katze

von der Götzenfratze.

Sie jubeln und heulen auf der Feier

verhüllt vom durchlöcherten Schleier

von Rausch und Jauchzen,

Genüssen und  Schmerzen.

So treiben sie sich durch den Trubel,

bis der Morgen anbricht.

Bald verrichten sie Gebete, wie befohlen,

bald kiechern sie verstohlen

in die Ärmel hinein.

Oder sie weinen plötzlich und schreien,

solange, bis der Hahn kräht

und es für Scheherazade Zeit ist,

die Geschichte abzubrechen.

*

Alle verschwinden

Du allein bleibst,

du Stadt Kairo, du Überwältigende,

ein einkreisendes Höllenfeuer doch,

im Weltall ein schwarzes Loch.

Wer sich in dein Licht verliebt,

wer sich in deinen Schutz begibt,

verbrennt und vergeht.

Für wahr erwiesen ist der Satz,

der nie an eins deiner Tore auf dem großen Platz

geschrieben wurde:

„Wer dich einmal betritt,

geht von dir fort keinen Schritt“,

du Stadt Kairo.

 

____________________

                            ENDE

 


 

 

 


[1] Wali

[arabisch], Herrscher, Vizekönig in der Zeit der türkischen Monarchie, früher türkischer Provinzstatthalter, dem Kadi (Richter), Mufti (Rechtsgutachter) und Defterdar (Finanzdirektor) zur Seite standen.

 

 

[2] Muhammad Ali

Statthalter (Vizekönig) von Ägypten 1805–1848, * 1769 Makedonien, † 2. 8. 1849 Cairo; Begründer des bis 1952 in Ägypten regierenden Königshauses; beendete die Herrschaft der Mamluken mit einem grossen Blutbad auf der Saladin-Zitadelle.

 

[3] Al-Hussein

Enkelkind des Propheten Mohammads. Wurde in seiner Jugend ermordet worden. Angeblich sei sein Kopf in der grossen nach ihm genannten Moschee „Al-Hussein“ im islamischen Viertel in Kairo begraben. Hunderttausende pilgern von allen Städten und Dörfern Ägyptens, aber auch von anderen islamischen Ländern wie Pakistan, um ihn zu besuchen. Mit der Zeit entwickelten sich Rituale, die zwischen Religion und Aberglauben schweben, jedoch eher als Aberglaube zu betrachten. Entsprechende Mythen sind natürlich auch dabei entstanden. Nimmt bei den meisten Muslimen eine gleiche Stelle, wie die eines Heiligen bei den Christen.

 

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04.04.08

Verfasst von tarikbary am April 4, 2008

WOOOOOOWWWWW!!

04.04.08

Ich habe meine ersten „Hot Potatoes-Übungen“ erstellt. Hot Potatoes ist eine echte Freude.

Hier die Links:

http://uk1.hotpotatoes.net/ex/28254/KJDSHLSM.php

http://uk1.hotpotatoes.net/ex/28256/HLBUPAAS.php

http://uk1.hotpotatoes.net/ex/28257/BGVQWMBJ.php

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04.04.08

Verfasst von tarikbary am April 4, 2008

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04.04.08

Verfasst von tarikbary am April 4, 2008

Modul 2

1. Einheit

Aufgabe 2: Machen Sie sich bitte wieder Notizen in Ihrem Blog: Welche Übungen gefallen Ihnen (bitte immer die WWW-Adresse dazu schreiben)? Könnten Sie diese für Ihre Lerngruppe benutzen? Welche finden Sie wirklich überzeugend, welche ganz und gar nicht?  

Michis Übungsseite 

http://www.dlc.fi/~michi1/uebungen/ 

viele interessante Übungen, die sehr gut klassifiziert sind. Nur muss die angebotene Lösungs- und Korrekturmöglichkeit verbessert werden. 

Übungen für Deutsch als Fremdsprache

http://ospitiweb.indire.it/ictavagnacco/deutsch/index.htm

ist eine sehr sehr interessante Webseite, sehr kommunikativ und genauer gesagt „süß“. Ich würde sie jedem/r Lehrer/in und TN/in empfehlen. 

Schatztruhe

http://www.geocities.com/hallo_kinder/Schatztruhe.html 

eine schöne Website für Kinder.  

Martin Schmurr

http://webschmurr.altervista.org/Webschmurr/deutschkurse.html 

Das Ziel der Webseite ist nicht sofort klar und ersichtlich. 

Heiße Kartoffeln

http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/hotpots/wortart1.htm

auch eine interessante Webseite für Kinder, aber ehrlich gesagt nicht nur für Kinder. Ich habe selber die Übungen mit großem Interesse gelöst. Tipp: die besten Webseiten für Erwachsene sind die so genannten Kinderwebseiten. Lösungen sind wichtig. Bei manchen Übungen ist  die Vermittlung von Lösungen sogar notwendig.

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04.04.08

Verfasst von tarikbary am April 3, 2008

Modul 2

Aufgabe 2: Machen Sie sich bitte wieder Notizen in Ihrem Blog: Welche Übungen gefallen Ihnen (bitte immer die WWW-Adresse dazu schreiben)? Könnten Sie diese für Ihre Lerngruppe benutzen? Welche finden Sie wirklich überzeugend, welche ganz und gar nicht? 

 

Antwort

German Teaching 

http://www.germanteaching.com/ger-free.htm 

unglaublich reichhaltig, verfügt über sehr interessante Verlinkungen und wichtige  Webadressen, wie u.a.:

http://wortschatz.uni-leipzig.de/abfrage/  

und

http://www.readinga-z.com/land/guided.html

Ich würde diese Webseite jeder/m LehrerInnen empfehlen. 

Ralf Kinas

http://www.ralf-kinas.de/ 

Diese Webseite erleichter die Aufgabe des Lehrers bis zu nichts mehr. Mehr als 225 Übungen, mit Spielen und sehr innovativen Ideen. Jedem Studenten, Schüler und vor allem Lehrer, ist diese  Webseite eine grosse Hilfe und Unterstützung. 

Michael Möbius

http://www.dlc.fi/~michi1/uebungen/ 

bietet eine einmalige systematische Darstellung der deutschen Grammatik in sehr gut organisierter Form. Passend für typisch Fragen von ausländischen StudentenInnen.

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